27.07.-02.08.2015 – Wackööööön

Mal wieder war es soweit. Wir fuhren nach Wacken. Ein kleines friedliches Dorf in Norddeutschland verwandelt sich einmal im Jahr in ein berauschendes Heavy Metal Mekka. Und wir durften zum 6ten Mal in Folge daran teilnehmen. Unsere Gruppe war ein wenig kleiner als in den beiden vorangegangenen Jahren, aber keineswegs langweiliger. Und wie immer nur Verrückte. Gesammelt wurde sich wie alle Jahre wieder am Edeka Parkplatz in Wacken, um dann geschlossen auf das Campinggelände fahren zu können. Und es regnete. Ich war schon am ersten Tag froh, dass ich die Gummistiefel (die ich im Vorjahr umsonst gekauft hatte) doch noch eingepackt, und noch ’ne lange Hose mehr mitgenommen hatte. Nicht zu vergessen die zusätzliche Rolle Panzertape, denn wo Regen ist im Norden, da ist auch meistens Wind. Genauso gut waren auch unsere Mitwackener ausgerüstet und so stand unser Camp in Kürze wie eine eins. Und das blieb auch so bis Sonntag. Im sicheren Hain unserer 3 Pavillions tranken wir gemütlich unser erstes Bierchen und warfen den Grill an: Home sweet home

 

 

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Es gab auch trockene Phasen, aber alles in allem mussten wir in diesem Jahr dem Regen ganz schön was entgegensetzen. Nun ja. Für gute Laune und den nötigen Optimismus hatte ich mich vorher mit meinem schönsten Einhornhorn präpariert:

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Und bald schon folgten unzählige Albernheiten. Selbst der Kuchen wurde verzaubert:

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Im Gegensatz zu vielen andern Besuchern hatten wir wie immer Glück, denn spätestens nach 3 Tagen Dauerregen, war das Gelände überhaupt nicht mehr befahrbar, weswegen es für Anreisende mit PKW gesperrt wurde und die Leute angehalten wurden auf Bus und Bahn umzusteigen. Hier sieht man auch warum:

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Der Wacken-Schlamm ist ein ganz besonderer. Wenn man darauf läuft, sackt man nicht nur ein, er ist gleichzeitig so rutschig wie Glatteis. Und der Boden ist so tückisch, dass man auf jeden Fall ein gutes Ninja-Training absolviert haben muss, um unbeschadet zum Klo zu gelangen.

Am Mittwoch starteten dann die ersten Konzerte im Wackinger -Village und im großen Zelt. Die ersten paar Minuten war das Gelände sogar noch begehbar!

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Aber das änderte sich schlagartig mit jedem Schritt, denn die 75000 Festivalbesucher taten.

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Dennoch konnte uns das die gute Laune nicht verderben. Und so saßen wir zum Auftakt bei der Band Vroudenspil im Wackinger-Village und freuten uns über die ersten Sonnenstrahlen.

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Danach flanierten wir über den Metal-Market, aßen den obligatorischen Barbarenspieß und schützten uns mit den Regencapes vor ziwschenzeitlichen Schauern.

Nachts war es leider recht kalt und so mussten wir uns eine eigene Sauna bauen. Dazu verschlossen wir einen der Pavillions an drei Seiten und heißten den Grill ordentlich hoch. An Rauchvergiftung hat keiner gelitten und bei muckeligen 36 Grad ließ es sich dann aushalten. Falls ihr keine Waschmaschine zuhause habt, kann ich das nicht empfehlen, denn man stinkt schlimmer als ein Räucherlachs.

Außerdem werde ich stets belächelt, weil ich immer eine Wärmflasche im Reisegepäck habe. Nicht so in diesem Jahr. Ich glaube der ein oder andere, hätte sie mir am liebsten aus der Hand gerissen, als die Temperaturen nachts auf 4 Grad sanken (Ende Juli!!).

Aber egal, wir waren vorbereitet, auf einfach alles. MacGywer hoch zehn 😀

Und soll ich euch was sagen: Schon wieder hat sich für mich ein Jugendtraum erfüllt. Mit 17 oder so, wollte ich in Trier im Exhaus ein Savatage Konzert sehen, dass abgesagt werden musste. Danach hatte ich keine Gelegenheit mehr dazu, weil es die Band Ewigkeiten nicht mehr gab und in diesem Jahr war es soweit. Und ich sage euch, manchmal lohnt sich das warten. Nicht nur das sie zusammen mit dem Trans-Siberian Orchestra die beiden Hauptbühnen bespielt haben, nein, auch meine Lieblingsstücke wurden gespielt. Schatz und ich standen nur noch da, mit vor Staunen offenen Mündern, und vor Glück laufender Tränen. Einfach Wahnsinn! Und für dieses Erlebnis hätte ich sogar noch ne Woche im Regen gezeltet.

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Natürlich waren auch die anderen Bands fantastisch. Am Samstag durfte unser Metal-Phil mit zu Sabaton, denn schließlich hatte ich ihm ja extra ein neues Outfit genäht:

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Also hüpfte ich mit ihm in die Menge. Er war der absolute Star (alle wollten ein Foto). Außerdem war ich mit ihm Crowdsurfen und ein sehr netter Gentleman hat uns für die länge eines kompletten Lieds auf seinen Schultern sitzen lassen (wo er allerdings die Kraft dazu hergenommen hat, weiß ich bis heute nicht). Es war gigantisch!

Eine kleine Autogrammstunde mit Within Temptation hatten wir auch und wie immer haben wir nur nette Leute kennengelernt. Kein Stress, überall Hilfsbereitschaft, gute Laune, Quatsch und Blödsinn und jede Menge Einhorn- und Minionfans. 😀

Mein Fazit also:

  1. Ein Besuch in Wacken lohnt sich immer

2. Man trifft immer Leute die man schon kennt (wir hatten sogar die gleichen Campnachbarn wie 2013)

3. Man lernt neue, nette Leute kennen

4. Ich kann jetzt sogar im Winter campen ( habe bisher immer Rock am Ring vermieden, weil es so früh

im Jahr viiiiel zu kalt ist, haha)

5. Unser Zelt hält;  Rain or Shine

6. Mit gleichgesinnten Irren ist das Leben noch schöner

7. Nehmen was kommt und das Beste draus machen ist ein Garant für Freude

8. Ich bin jetzt noch dankbarer, dass ich meinen Seelenmenschen gefunden habe

9. Nach Wacken ist vor Wacken, ich freu mich schon auf das 7. Mal

10. Stimmung muss nicht schön sein, sie muss nur laut sein 😀

 

Fröhliche Grüße, eure Kriegerin

 

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