Montag, 16.03.2015 – Ordnung ist das halbe Leben

Hallo liebe Mitmenschen, heute bin ich von dem Chaos meiner Tochter inspiriert worden. Immer wenn ich in ihr Zimmer komme, sieht es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Da spielt es auch kaum eine Rolle, dass sie am Tag zuvor aufgeräumt hat. Boooooom, Volltreffer! 🙂 Naja, ich war als Kind wahrscheinlich nicht besser, obgleich ich schon damals so meine Ordnungssysteme hatte. Kisten, Schachteln, Truhen….alles musste seinen Platz haben. Später hatte ich dann, zum Leidwesen meiner Mutter, mal so eine Phase, in der ich nicht nur mein Zimmer, sondern auch mich selbst sträflich vernachlässigt habe. Ganz zu schweigen von den gesammelten Kochtöpfen und Tellern mit Essensresten, die sich auf meinem Tisch türmten. Ekelhaft. Rebellion eben. Nach der Geburt meiner Kinder habe ich dafür als Ausgleich dann einen Putz- und Ordnungsfimmel sondergleichen entwickelt. Kein Krümel durfte entkommen. Fusseln auf dem Boden, drohte die sofortige Vernichtung mittels Sauginator! Nun ja, mittlerweile bin ich zu einem viel gesünderen und nervenschonenderen Mittelweg übergewechselt. (Ist ganz schön gestört, den ganzen Tag auf Dreck und Unordnung zu lauern, besonders wenn man Kleinkinder zu Hause hat.) Trotzdem gibt es gute Gründe, weshalb Ordnung und Sauberkeit in meinem Leben unabdingbar für die Freude sind.

Erstens: Ich fühle mich wohler. Wenn alles aufgeräumt ist kann mein Kopf besser abschalten und mein Herz sagt: „Zuhause ist es doch am schönsten!“ Und ich muss nicht immerzu daran denken, was noch alles zu erledigen ist. So kann ich mein Zuhause und meine Freizeit viel besser genießen.

Zweitens: Disziplin. Für mich bedeutet das, dass ich mir selbst beibringe, etwas zu tun und entsprechend Regelmäßigkeit und damit auch Fähigkeit entwickle. Man wird dadurch nicht nur gut in einer Sache, sondern es macht auch mehr Spaß, weil es mit der Zeit leichter von der Hand geht. Darüber hinaus kann man sich die Selbst-Disziplin(Lehre) auch leichter machen, indem man z.B. wie ich Musik hört oder Tagträume beim Putzen hat. Selbst jeder kreative Prozess beinhaltet die Disziplin anzufangen, durchzuhalten und auch fertig zu stellen. Und egal wieviel Spaß es machen mag, ein Lied zu komponieren, ein Buch zu schreiben oder ein Bild zu malen, ohne Disziplin, wird nie ein fertiges Kunstwerk daraus. Disziplin in Dingen zu besitzen, die mir vielleicht nicht ganz so viel Spaß machen ist daher eine gute Übung mich daran zu erinnern, dass es schon reicht, an das gewünschte Ergebnis zu denken. Denn wer will schon in einer Wohnung Besuch empfangen, die bis unter die Decke zugemüllt ist? Und darum macht mir aufräumen dann auch Spaß.

Drittens: Alles hat seinen Platz. Kennt ihr das? Ihr sucht den Schlüssel, oder das Portmonee, findet euer Lieblings-Top nicht, oder braucht 10 Minuten länger beim kochen, weil irgendwer die Spülmaschine falsch ausgeräumt hat? Ich liebe Ordnungssysteme, Boxen und Kisten. Wenn alles seinen Platz hat finde ich es ganz schnell anstatt dreizig Minuten damit zu verbringen, meine Malsachen zusammenzusuchen. Ein Griff in die Pinselkiste, einen ins Regal daneben für Palette und Farben und schon geht es los. Voller Freude! Das Gleiche gilt natürlich auch für die unfreudigeren Aufgaben, wie Papierkram, Schulsachen, usw.. Wenn ich alles gleich finde, dann bin ich schneller fertig, kann schneller meiner Freizeit nachgehen, und habe in meinem Kopf mehr Platz für die wichtigen Dinge.

Viertens: Gesundheit. Wenn man etwas verlegt hat oder nicht findet, weil es keinen Platz hat, dann ist das mehr als ärgerlich. Stellt euch mal vor, ihr müsst zur Arbeit und euer Sohn fragt zehn Minuten bevor ihr los müsst nach dem unterschriebenen Zettel, den er vor zwei Wochen mitgebracht hat und den er ausgerechnet heute noch unbedingt abgeben muss. Bei mir löst sowas gerne mal extreme Stressgefühle aus, weil  a) Zeitdruck und b) ich den Scheiß-Zettel total vergessen habe und darum wieder a) eintritt. Und wie wir ja bereits alle wissen ist Stress äußerst ungesund. Hinzu kommen dann in solchen Situationen vielleicht auch noch Gefühle wie Angst (wenn das Portmonee verschwunden ist) oder Wut (weil man sich so über sich selbst ärgert) und schwups kann das den ganzen Tag ruinieren. Darum lieber freudvoll vorsorgen.

 

Ihr seht also, warum Ordnung durchaus eine Rolle spielt, für ein freudvolles Leben…aber Vorsicht, Übertreibung ist genauso schlimm wie Chaos, weil man dann keine Zeit mehr hat, sich zu freuen 🙂

Herzlichst, eure Kriegerin

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